Museumsbesuch

25Aug08

ich war heute im musuem. schon den zweiten sonntag hintereinander. man kann ja so viel machen. und dieses kulturelle angebot, toll. genauer gesagt war ich in der alten pinakothek.

gemälde, nur gemälde, bilder, skizzen. auf zwei stockwerken und in lauter kleine und große zimmer unterteilt. wenn ich da so alleine als laie auf diesem gebiet durch ebendiese zimmer schlendere, fallen neben den gemälden auch noch ganz anderer dinge ins auge, denen man sich gar nicht entziehen kann, da schließlich noch mehr besucher unterwergs sind und man seltenst ganz allein auf weiter flur ist. stimmt gar nicht, zum ende hin, in den letzten räumen schien dem ein oder anderen dann doch die puste ausgegangen zu sein. man kann auch sagen, irgendwann war es dann auch einfach genug vom gleichen stil.

was bleibt. ich mag deteilreiche gemälde. wo man kleinigkeiten entdecken kann. oder einfach die wahnsinnge arbeit sieht, die dahinter steckt. Die Alexanderschlacht von Albrecht Altdorfer war auf jeden fall sehr beeindruckend und ist mir im gedächtnis geblieben. (bei der auflösung hätte ich mir den gang auch sparen können.) gemälde mit wallenden roben hatten auch was, wenn die highlights so gesetzt waren, dass es so aussah, als wäre es in 3D. hinzu kommen noch bilder, die man schon in der schule betrachtet hat, wie das Selbstbildnis im Pelzrock von Albrecht Dürer oder von Tiziano Vecellio das Portrait Kaiser Karl V. ich habe mich gefragt, ob noch jemand an davidjr.com gedacht hat, als er das Porträt eines jungen Mannes gesehen hat. you just have to put yourself out there to the max.

aber auch diverse peter paul rubens gemälde. wobei sein frauenbild fand ich schon immer seltsam. das kann doch kein ideal sein. die dämonen fand ich hingegen wieder ganz nett. Das Große Jüngste Gericht hat schon was. und es ist vor allem, groß.

maria mit kind ist wohl das am häufigsten gemalte motiv, wobei maria fast immer nach unten guckt und oft sehr gleich aussieht. könnte aber auch das kreuzigungmotiv sein. whatever.

kommen wir aber mal zu den dingen, die wirklich bleiben. ins museum gehen vor allem leute, die man in freier wildbahn eher selten antrifft. des weiteren touristen aller herren länder, wobei ich vermehrt spanisch, französisch, italienisch, russisch und “asiatisch” vernommen habe. was viele gruppen eint, der hang zu unkonventionellem kleidungsstil. was man da nicht alles sieht, würde sich fast lohnen nur mal für die leute ins museum zu gehen. ein euro am sonntag, das kann man mal investieren.

ältere damen in engen karottenfarben- und förmigen hosen, in capri-länge mit weissen turnhschuhen. sah schon fast nach cross-klasse aus, auf jeden fall laufschuhe. mintgrüne lederhandtaschen. schwarze lederjacke, dazu ein ein kleiner, platt gedrückter brauner cowboyhut, der an einem kleinen kordel auf dem rücken hängt. braune sandalen und grünen wollrock, dazu dunklen holzschmuck. besonders bei asiatischen männern gehobene alters beliebt, stoffhosen und hemd, eventuell sakko, aber ganz bestimmt dazu ein gore tex sonnenhut. auch gerne in camouflage. als accessoir, die dicksten slr kameras. die asiatische jugend war mal wieder lässig wie eh und je, ohne dass mir etwas besonderes aufgefallen wäre. der typische touristenstil war natürlich auch dabei, mit kurzer hose, turnschuhen und schlabber-t-shirt.

aber nicht nur visuell sind eindrücke hinterblieben, nein es war schon eine erfahrung mit allen sinnen. was wirklich nervtötend ist, die ewige alarmanlage. man kann fast überall bis dicht ans gemälder heran, wenn nicht ist ein kordel davor. ich habe auch nie gesehen, wie die alarmanlage ausgelöst wurde, selbst den wächtern (könnte man einen eigenen post widmen) ging es auf den zeiger. ich habe vermutlich die tiefste frauenstimme meines bisherigen lebens gehört. ich musste drei mal hinsehen um mich zu vergewissern, dass es kein transvestit ist, abschließend klären konnte ich es nicht. sie war jenseits der sechzig, könnte also auch eine raucherkarriere gewesen sein. hinzu kommt natürlich noch die kommentare von leuten die sich auskennen. hielt sich in grenzen, nur einer ist mir mehrfach begegnet, was ich jedoch über andere sinne wahrnehmen musste. könnte lehrer gewesen sein oder sonstiges in dieser richtung, kannte sich aus, spricht latein und hätte meinen aufenthalt sicher um noch ein paar stunden verlängern können.

das hätte ich aber allein aus geruchsgründen nicht ertragen. besagte person hatte eine priese aufgelegt, die mir unerträglich schien. holymoly, das kann man doch nicht an sich sprühen. g. andere waren auch sehr grenzwertig. das problem, dass man in den kleinen räumen dazu verdammt ist, neben mindestens einer person zu stehen. ich bin da etwas geruchsempfindlich. die palette reicht da von ungewaschen, alternativ über billig bis zu viel.

wir halten fest. wer sich in ein museum (oder überhaupt den öffentlichen raum) begibt, muss damit rechnen mehr zu bekommen als er eigentlich wollte. es gibt auf jeden fall etwas zu entdecken. drei stunden sollte man schon mitbringen. das lässt sich natürlich nach oben beliebig verlängern. aber extra auch noch früh aufstehen, ich weiss ja nicht, habe schließlich noch ein paar vor mir. mal sehen, was die zukunft bringt.

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